FDP-Fraktion: Keine Verkehrsfläche in Hamburg-Nord für “Shared Space” hinreichend geeignet

FDP BezirksfraktionZu der Diskussion um die Favorisierung der unteren Tangstedter Landstraße als Pilotverkehrsfläche für ein “Shared-Space-Projekt” erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, Claus-Joachim Dickow:

“Nach den bisherigen Prüfungen ist die Verwaltung zu dem Ergebnis gekommen, das wir vorher bereits vermutet haben. Keine Verkehrsfläche im Bezirk Hamburg-Nord erfüllt die Kriterien für ein Shared-Space hinreichend genug, um ernsthaft für ein Pilotprojekt in Frage zukommen. Bei den von CDU und GAL favorisierten Vorschlägen Mühlenkamp und Alsterdorfer Straße hat die Behörde von vornherein gleich abgewinkt. Und auch die Tangstedter Landstraße ist bei Licht betrachtet keine wirklich seriöse Option. Durch die Straße führt eine praktisch nicht verlegbare Buslinie. Zudem ist der Parkraumdruck dort schon jetzt recht hoch und der Taxistand kann sich auch nicht in Luft auflösen.”

Dickow weiter:

“Darüber hinaus erweist sich die im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vorgesehene Shared-Space-Projektierung in jedem der sieben Bezirke mehr und mehr als in dieser Dimension nicht finanzierbar und auch praktisch kaum durchführbar. Angesichts der dramatischen Haushaltslage ist es niemandem zu vermitteln, dass weiter an solchen teilweise ideologisch motivierten Lieblingsprojekten in diesem Umfang festgehalten wird. Alles andere als allenfalls ein Referenzprojekt für ganz Hamburg ist kaum realistisch. Das Beharren auf die Tangstedter Landstraße wirkt da wie aus der Zeit gefallen.

Währenddessen zeichnen sich anderswo vielversprechende Standorte, wie z. B. der Estedeich in Cranz, der von der Bezirksversammlung Harburg vorgeschlagen worden ist, ab. Bisherige Erfahrungswerte aus Bohmte ließen sich u. a. hier viel direkter übertragen. Damit könnte im Stadtgebiet eine geeignete empirische Grundlage für den Einsatz von Gemeinschaftsstraßen geschaffen werden.”

Darüber hinaus erweist sich die im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vorgesehene Shared-Space-Projektierung in jedem der sieben Bezirke mehr und mehr als in dieser Dimension nicht finanzierbar und auch praktisch kaum durchführbar. Angesichts der dramatischen Haushaltslage ist es niemandem zu vermitteln, dass weiter an solchen teilweise ideologisch motivierten Lieblingsprojekten in diesem Umfang festgehalten wird. Alles andere als allenfalls ein Referenzprojekt für ganz Hamburg ist kaum realistisch. Das Beharren auf die Tangstedter Landstraße wirkt da wie aus der Zeit gefallen.
Währenddessen zeichnen sich anderswo vielversprechende Standorte, wie z. B. der Estedeich in Cranz, der von der Bezirksversammlung Harburg vorgeschlagen worden ist, ab. Bisherige Erfahrungswerte aus Bohmte ließen sich u. a. hier viel direkter übertragen. Damit könnte im Stadtgebiet eine geeignete empirische Grundlage für den Einsatz von Gemeinschaftsstraßen geschaffen werden.”

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